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THEATER

Eine Komödie, wie sie das Leben schreibt

Zur Theatersaison öffnete sich die große Bühne in der Taubertalhalle. Das Publikum zeigte sich von der besten Seite und bedachte den Schauspielern immer wieder mit stürmischem Beifall. Die Taubertalhalle war voll besetzt. Mit einem Bühnenbild, das in wochenlanger Arbeit auf die Bühne gezaubert wurde - also allerbeste Voraussetzungen für einen wunderbaren Premierenabend. So sah es auch der SVE-Vorsitzende Gerhard Grüner in seiner Begrüßung. Er dankte allen Helfern, die es ermöglicht hätten, dies zu stemmen.

Man merkte den Elpersheimer Theatermachern die Vorfreude an, dass es nun nach monatelanger Vorbereitungszeit endlich losging.

Das Stück "Alles wegen Laura'' erwies sich als quicklebendige Posse, die gespickt war mit witzigen Dialogen und Situationskomik, wie es das Leben so schreibt.

Im Mittelpunkt des Geschehens war der Vorplatz der Hauseigentümer Gustav und Rosa Huber. Dies war der Dreh- und Angelpunkt des munteren Treibens. Der Hausherr Gustav Huber, gespielt von Martin Reindel, leidet seit Jahren unter dem strengen Regiment seiner Ehefrau Rosa Huber (Sybille Wiener), die ihm nur ein knappes Taschengeld zukommen lässt. Um diesem Dilemma zu entgehen, entsinnt sich Gustav schon bald einer Notlüge, indem er seiner Rosa eine voreheliche Liebesbeziehung beichtet, aus welcher die angebliche Tochter Laura, gespielt von Mareike Wiener, hervorging.

Da Rosa zwar eine raue Schale, aber auch ein weiches Herz besitzt, gibt sie ihm seit Jahren regelmäßig Geld, damit Gustav die Kleine unterstützen kann. Der Hausherr verprasst diese finanzielle Unterstützung allerdings mit seinen Freund Willy Müller, gespielt von Günter Krieger, beim wöchentlichen Stammtisch - von all dem ahnt seine Ehefrau Berta, die etwas naive Gattin von Willy Müller, gespielt von Christina Reindel, nichts, bis eines Tages Gustavs vermeintliche Jugendliebe Anni Kröger (Andrea Windler-Dürr), mit ihrer attraktiven Tochter Laura (Mareike Wiener) aufkreuzt.

Ab diesen Moment überschlagen sich die Ereignisse, zumal auch noch der Hochschulprofessor Dr. Montag, gespielt von Joe Grau, erscheint und für allerlei Wirbel sorgt. Dabei verguckt sich dieser auch noch in die hübsche Laura. Weil aber auch Max Huber (Tom Stirnkorb), der Sohn von Rosa und Gustav, die attraktive Laura über beide Ohren liebt, versetzt er nicht nur seine Eltern, sondern auch die ledige Tante Klara, gespielt von Nadine Grau, in helle Aufregung. Der Knalleffekt ist jedoch ein ganz anderer.

Vom Anfang bis zum Ende durften die zahlreichen Zuschauer einmal mehr ein überaus gelungenes Laientheater genießen, das ihnen von Regisseur Uli Walk mit seiner neu aber bestens eingespielten Truppe in der Taubertalhalle in Elpersheim geboten wurde. Die Komödie in drei Akten war gespickt mit allen erforderlichen Elementen, die den Zuschauer ansprachen und zwischenmenschliche Schwächen wurden witzig und mit viel Charme dargestellt. Immer wieder traten Überraschungen in den Vordergrund, mit denen keiner rechnete. Die Begeisterung der Zuschauer machte sich durch langanhaltenden Applaus für die Akteure, dem Bühnenteam um Dieter Hopf und Nikolay Imhof und allen an der Durchführung beteiligten Helfern bemerkbar.